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Singzikaden
Die Singzikaden (Cicadidae), engl. : cicadas, sind eine Familie in der Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera), der Unterordnung Rundkopfzikaden (Clypeorrhyncha, Syn. : Cicadomorpha) und in der Überfamilie Cicadoidea. Ein veraltetes wissenschaftliches Synonym für diese Familie ist Tibicinidae. Die Tibicinidae bildeten früher eine eigenständige Familie. Heute stellen sie unter dem Namen Tibicininae eine Unterfamilie der Cicadidae dar.

Die Singzikaden teilen sich in die Unterfamilien Cicadettinae, Cicadinae, Tettigadinae und Tibicininae auf. Einige der über 240 Singzikaden-Gattungen sind: Abagazara, Babras, Cicada, Decebalus, Elachysoma, Formotosena, Gerodi, Hemidictya, Illyria, Jafuna, Kobonga, Lyristes, Macrotristria, Nablistes, Oxypleura, Paranistria, Quintilia, Rustia, Sinosena, Tibicina, Urabunana, Venustria, Xosopsaltria und Zouga.

Die Singzikaden sind weltweit verbreitet. Die meisten Arten (die globale Gesamtzahl wird zwischen 1100 und 4500 unterschiedlich angegeben) leben in tropischen und subtropischen Gebieten. Über 60 Arten sollen in Europa leben, die Mehrzahl davon im Mittelmeerraum. In Mitteleuropa sollen 10 bis 14 Arten vorkommen, davon 7 Arten im deutschsprachigen Raum.

Einige der Singzikaden-Arten sind: Bergsingzikade (Cicadetta montana), Weinzwirner (Tibicina haematodes), Mannazikade (Cicada orni), Große Zikade (Lyristes plebejus), Cicadetta tibialis, Schwarze Zikade (Cicadatra atra), Tibicina quadrisignata, Kaiserzikade (Pomponia imperatoria), Rotadrige Singzikade (Tibicen haematodes) und die Siebzehnjahr-Zikade (Magicicada septendecim).
Erwachsene Singzikaden erreichen Körperlängen von 14 bis 110 mm. Ihre robusten, gedrungenen, und oft behaarten Körper treten (je nach Art und Habitat) in stark variierenden Farben auf. Es gibt einfarbige und mehrfarbige Arten. Häufig überwiegen dunkle Erdfarben (Braun, Schwarz, Gelb, Oliv oder Ocker). Durch ihre Körperfarben sind die meisten Singzikaden so gut getarnt, dass sie von ihrer Umgebung nur mit Mühe unterschieden werden können.

Die Köpfe der Singzikaden sind groß. Die Facettenaugen treten seitlich stark hervor. Zwischen den Facettenaugen befinden sich drei Punktaugen (Ozellen), was jedoch nur bei den Singzikaden der Fall ist. Zikaden anderer Familien haben entweder nur zwei statt drei, oder drei stark verkümmerte Ozellenaugen. Die achtgliedrigen Fühler sind sehr kurz. An der Kopfunterseite befindet sich der Saugrüssel, der in Ruhelage an der Unterseite der Vorderbrust (Prothorax) anliegt.
Der kurze und gedrungene Halsschild (Scutum) bedeckt die Vorderbrust und etwa die Hälfte der Mittelbrust (Mesothorax). Die durchsichtigen, meist glänzenden Vorderflügel erreichen Spannweiten zwischen 24 und 220 mm. In Ruhelage sind sie dachförmig auf dem Rücken zusammengelegt und ragen stets über das Hinterleibsende hinaus. Die Aderung der Vorderflügel ist deutlich ausgeprägt, bei den Hinterflügeln erscheint sie schwächer. Während des Fluges sind Vorderflügel und Hinterflügel durch Häkchen miteinander verbunden.
Im Gegensatz zu anderen Vertretern der Rundkopfzikaden können Singzikaden nicht springen. Ihre hinteren Beinpaare sind normal ausgebildet und keine Sprungbeine. Hingegen erscheinen die Schenkel der Vorderbeinpaare verdickt, und sind zudem mit Dornen besetzt.

Während der Hinterleib (Abdomen) bei männlichen Singzikaden stumpf, abgerundet und (artenabhängig) in unterschiedlichen Farben erscheint, hat er bei den Weibchen ein spitz zulaufendes Profil. Dies ist durch den ihnen anhängenden Legebohrer (Ovipositor) bedingt.

Männliche Singzikaden besitzen Trommelorgane, sogenannte Tymbale, mit deren Hilfe sie schrille Laute erzeugen können. Allerdings sind hierzu auch Mitglieder anderer Zikadenfamilien fähig. Der Gesang der Singzikaden ist typisch, und ähnelt jenem von Heuschrecken oder Grillen. Er dient vor allem dem Anlocken weiblicher Singzikaden während der Paarungszeit.
Erwachsene Singzikaden ernähren sich von Pflanzensäften, die sie aus den Blättern verschiedener Bäume, Sträucher oder Krautpflanzen saugen. Nach der Paarung legen die befruchteten Weibchen ihre Eier an den Wirtspflanzen ihrer Larven (Nymphen) ab. Einige Arten bringen es auf 400 bis 600 Eier im Monat.

Die Larven fallen nach dem Verlassen der Eier auf den Boden und graben sich in unterschiedliche Tiefen ein. Zu diesem Zweck sind die Vorderbeine der Larven speziell entwickelt. Sie verbleiben jahrelang im Boden und ernähren sich von den Säften der Wirtspflanze, an deren Wurzeln sie saugen.

Die Larvalentwicklung vollzieht sich in 1 bis 5 Stadien, bei der in Amerika vorkommenden Siebzehnjahr-Zikade (Magicicada septendecim) sind es sogar bis zu 17 Stadien. Jedes Larvenstadium endet mit einer Häutung. Im letzten Stadium graben sich die Larven an die Erdoberfläche, und besteigen dann Bäume oder Sträucher, auf denen sich ihre letzte Häutung zur erwachsenen Singzikade vollzieht.

Gattungen402
Arten3.952
Deutsche NamenSingzikaden
Englische NamenCicadas
NiederländischZangcicaden
Finnische NamenLaulukaskaat
Schwedische NamenCikador
Spanische NamenChicharras
Französische NamenCigales
AutorWestwood, 1840
Vorkommen
Artenlisten

Kontinente:

Eurasien
Amerika
Afrika
Ozeanien


Ecoregionen:

Paläarktis
Nearktis
Indisch-Australische Region


Fossilien:

Känozoikum
Paläozoikum
Mesozoikum


Weltmeere:

Pazifischer Ozean


Länder
Artenlisten
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Links und ReferenzenCicadidae in bie.ala.org.au
Cicadidae in homepage2.nifty.com
Cicadidae in faunaeur.org
Cicadidae in itis.gov
Cicadidae in dyntaxa.se
Cicadidae in Wikipedia (Englisch)

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Taxonomie
KlasseInsecta
Insekten, Kerbtiere, Kerfe, Freikiefler
UnterklassePterygota
Fluginsekten
TeilklasseNeoptera
Neuflügler
ÜberordnungParaneoptera
OrdnungHemiptera
Schnabelkerfe, Halbdecker
UnterordnungAuchenorrhyncha
Zikaden
TeilordnungCicadomorpha
Rundkopfzikaden, Rundkopfzikadenartige
ÜberfamilieCicadoidea
FamilieCicadidae
Singzikaden
AutorWestwood, 1840
 
Englische Bezeichnung
Cicadas
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