Insekten-Datenbank
 Insekten und andere Gliederfüßer
 Zikaden
 Gemeine Blutzikade
 Gold-Blattzikade
 Große Spornzikade
 Grüne Zwergzikade
 Kleinzikaden
 Kräuter-Blattzikade
 Mannazikade
 Rhododendronzikade
 Rosenzikade
 Singzikaden
 Südliche Strauchzirpe
 Wiesenschaumzikade
 Rundkopfzikaden-Arten
 Spitzkopfzikaden-Arten
 Bilder

 AmeisenFotos
 AsselnFotos
 BienenFotos
 EintagsfliegenFotos
 FangschreckenFotos
 FliegenFotos
 HeuschreckenFotos
 HummelnFotos
 KäferFotos
 LibellenFotos
 MückenFotos
 NetzflüglerFotos
 OhrwürmerFotos
 PflanzenläuseFotos
 SchmetterlingeFotos
 SchnabelfliegenFotos
 SchnakenFotos
 SpinnentiereFotos
 StaubläuseFotos
 TausendfüßerFotos
 TermitenFotos
 WanzenFotos
 WespenFotos
 ZikadenFotos
Weitere Projekte:
Lexikon der Abkürzungen
Merkwürdiges, Witziges

Mannazikade
Mannazikade


Mannazikade
Die Mannazikade (Cicada orni), auch Mannasingzikade oder Eschenzikade genannt ist eine Spezies in der Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera), der Unterordnung Rundkopfzikaden (Clypeorrhyncha, Syn. : Cicadomorpha), der Überfamilie Cicadoidea und in der Familie der Singzikaden (Cicadidae). Hier, in der Unterfamilie Cicadinae und im Tribus Cicadini, gehört die Mannazikade zur Gattung Cicada. Ein wissenschaftliches Synonym für diese Spezies ist Tettigia orni.
Cicada orni - Seitenansicht
Cicada orni - Seitenansicht
Die Mannazikade ist im Mittelmeerraum weit und (lokal) sehr häufig verbreitet. Ihre nördliche Ausbreitungsgrenze (Einschleppung bzw. Einflüge einzelner Exemplare) liegt in Österreich. Gelegntlich werden einzelne Exemplare auch in Süddeutschland gesichtet.
Cicada orni - Kopf
Cicada orni - Kopf
Im Süden Mitteleuropas gilt die Spezies als vom Aussterben bedroht. Die Gründe hierfür liegen einerseits in der ohnehin schwachen Population an der Arealgrenze, andererseits gehen durch die zunehmende Intensivierung der Wald- und Forstwirtschaft, sowie durch die damit verbundenen Auswirkungen immer mehr geeignete Habitate verloren. Auch als Lichtfallen wirkende Lichtquellen tragen zur weiteren Ausdünnung der Population bei.
Mannazikade - Draufsicht
Mannazikade - Draufsicht
Die Mannazikade zählt zu den mittelgroßen Zikadenarten. Erwachsene Exemplare erreichen Körperlängen von 23 bis 28 mm. Ihre Körper sind braun und gelb gefleckt, die Oberfläche ist weiß behaart. Zu den wichtigsten Erkennungsmerkmalen zählen 11 dunkelbraune bis schwarze Flecken am Vorderrand der wasserhellen Vorderflügel.
Zwei Mannazikade am Baum
Zwei Mannazikade am Baum
Die Männchen sind in der Lage, mit einem Trommelorgan (Tymbale) stundenlang ohne Unterbrechung Vibrationen erzeugen, die als Schalldruck mit über 100 Tönen pro Minute durch die Luft übertragen werden, und noch in 500 Meter Entfernung wahrnehmbar sind. Es ist ein quäkendes Knarrgeräusch, das ein wenig an den Gesang der Laubfrösche erinnert. Die Mannazikade gilt als das lauteste Insekt Europas.
Überreste der letzten Häutung einer Mannzikade
Überreste der letzten Häutung einer Mannzikade
Erwachsene Exemplare von Cicada orni bevorzugen (xerothermophil) trockene, warme und bewaldete Biotope mit reichlichem Bestand an Eichen, Eschen, Pinien, Büschen und naturbelassenen Waldrändern. Sie sind auch im menschlichen Siedlungsbereich anzutreffen. Im Mittelmeerraum sind sie in Pinien- und Olivenhainen besonders häufig. Die Flugzeit der Mannazikade reicht von Mitte Juni bis Anfang September. Die Tiere sind äußerst scheu und stets fluchtbereit. Sie ernähren sich phytophag an Laubgehölzen, vor allem von den Blättern der Manna-Esche (daher die Namen der Spezies), deren Adern sie anstechen. Die austretenden Blattsäfte sind sehr zuckerhaltig und bilden beim Verdunsten eine harte Deckschicht (Manna).
Mehrere Hautüberreste der Cicada orni
Mehrere Hautüberreste der Cicada orni
In der Mitte des Sommers ist die Mannazikade geschlechtsreif. Der Gesang der Männchen, die sich oft in den Kronen hoher Bäume aufhalten, dient dann auch der Partnersuche. Er verstummt jedoch, sobald das Sonnenlicht durch Wolken verdeckt wird.
Nach der Paarung erfolgt die Eiablage der befruchteten Weibchen in die Blätter der Mannaesche hinein, die hierzu mit einem Legeapparat angestochen werden. Nachdem die Larven (Nymphen) aus den Eiern geschlüpft sind, fallen sie auf die Erde. Die Vorderbeine der Larven sind zu Grabbeinen ausgebildet. Sie graben sich bis zu einem Meter (oder noch tiefer) in den Boden ein, um sich hier über einen Zeitraum von 4 Jahren zur erwachsenen Singzikade zu entwickeln. Die Nymphen ernähren sich von Baumsäften, die sie aus dem Wurzelwerk saugen. Am Ende des letzten Entwicklungsstadiums graben sich die Larven zur letzten Häutung an die Erdoberfläche. Nach der Häutung, deren Überreste an Bodenstellen, Bäumen oder anderen Pflanzenteilen gefunden werden können, ist die Mannazikade erwachsen.

Cicada orni
Deutsche NamenMannasingzikade, Mannazikade
Französische NamenCacan, Cigale grise, Cigale panachée
AutorCarl von Linné (Carl Nilsson Linnæus), 1758
Vorkommen
Kontinente:

Eurasien
Europa
Nord-Europa (Deutschland (West-Deutschland (Nord-Deutschland (Niedersachsen)))), West-Europa (Österreich, Frankreich, Schweiz), Süd-Europa (Italien, Iberische Halbinsel (Spanien, Portugal)), Mitteleuropa (Ungarn, Tschechien, Slowakei), Süd-Ost-Europa (Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Jugoslawien (Kroatien), Albanien), Ost-Europa (Ukaine)
Asien
West-Asien (Naher Osten (Zypern, Jordanien, Israel, Ägypten, Libanon)), Zenralasien (Türkistan (Turkmenistan))
Kaukasus
Armenien, Georgia, Aserbaidschan
Russland
Afrika
Nord-Afrika
Algerien, Tunesien
Amerika
Nordamerika
Mexiko


Fossilien:

Känozoikum
Neogen
Pliozän (Oberes Pliozän)


LänderÄgypten, Österreich, Albanien, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Georgia, Griechenland, Israel, Italien, Jordanien, Kroatien, Libanon, Mexiko, Portugal, Rumänien, Russland, Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechien, Tunesien, Turkmenistan, Ukaine, Ungarn, Zypern
Taxonomischer StatusSynonym von Kosemia yezoensis
Links und ReferenzenCicada orni in faunaeur.org
Cicada orni in Wikipedia (Englisch)

Beschreibung der Bilder / Fotos
Fotografie mit folgenden Digitalkameras
Nikon D3x, Nikon D300, Canon 50D
Bildbearbeitung mit Photoshop
1. Mannazikade
2. Cicada orni - Seitenansicht
3. Cicada orni - Kopf
4. Mannazikade - Draufsicht
5. Zwei Mannazikade am Baum
6. Überreste der letzten Häutung einer Mannzikade
7. Mehrere Hautüberreste der Cicada orni
Schnellsuche: Mannazikade - Orni - Zikaden - Cicada - Zikade - Singzikade
Verbreitung - Häutung - Gesang - Singzikaden - Käfer - Insekt - Braun - Esche
Taxonomie
KlasseInsecta
Insekten, Kerbtiere, Kerfe, Freikiefler
UnterklassePterygota
Fluginsekten
TeilklasseNeoptera
Neuflügler
ÜberordnungParaneoptera
OrdnungHemiptera
Schnabelkerfe, Halbdecker
UnterordnungAuchenorrhyncha
Zikaden
TeilordnungCicadomorpha
Rundkopfzikaden, Rundkopfzikadenartige
ÜberfamilieCicadoidea
FamilieCicadidae
Singzikaden
UnterfamilieCicadinae
TribusCicadini
UntertribusCicadina
GattungCicada
Artorni
Cicada orni
AutorLinnaeus, 1758
 
Synonyme
Cicada orni
Cicada orni lesbosiensis
Cicada ornia
Cicadetta orni
Cicida orni
Cidada orni
Macroprotopus oleae
Teltigia orni
Testigia orni
Tettigia orni
Tettigia orni punctata
Tettigonia orni
Tettigonia punctata
Tibicen orni
 Rundkopfzikaden-Arten
 Spitzkopfzikaden-Arten
 Bilder

Schlagworte
ABCDEFGHIJKLM
NOPQRSTUVWXYZ
Englisch / Amerikanische Flagge Cicada orni
 Arthropoda (Datenbank)
 Copyright
 Geografischer Baum
 Glossar
 Impressum
 Kontakt
 Neue Bilder
 Taxonomie-Baum
 Unbestimmte Insekten
 Unbestimmte Spinnen


Neue Kapitel:
Ägyptische Heuschrecke
Großschrecken
Iberische Biene
Gelbhals-Termite
Termiten
Stilettfliegen
Chrysomya albiceps
Krötengoldfliege
Goldfliege
Sphaerophoria rueppelli
Amegilla quadrifasciata
Gemeine Stechmücke
Südlicher Bär
Windenschwärmer
Hottentottenfliege
Eumenes mediterraneus
Schwarze Sandbiene
Vierbindige Furchenbiene
Sphecodes ferruginatus
Furchenbienen


Häufige Suchbegriffe:
mannazikade (24)
manna zikade (6)
manna singzikade (5)
mannazikaden (5)
cicada orni österreich (4)
mannazikade gesang (4)
zikaden pinienwald (4)
cicada orni (3)
mannazikade verbreitung (3)
mannazikade cicada orni (2)