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Heuschreckensandwespe (Sphex funerarius)
Die Heuschreckensandwespe (Sphex funerarius), auch Heuschrecken-Sandwespe geschrieben, ist eine Spezies in der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera), der Unterordnung Taillenwespen (Apocrita), der Überfamilie Bienen und Grabwespen (Apoidea), hier bei den Grabwespen (Spheciformes), und in der Familie der Sphecidae.

Innerhalb der Sphecidae zählt die Heuschreckensandwespe in der Unterfamilie Sphecinae, im Tribus Sphecini und im Subtribus Sphecina zur Gattung Sphex. Veraltete wissenschaftliche Synonyme für die Spezies sind Sphex rufocinctus, Sphex rufocinetus und Sphex maxillosus.

Heuschreckensandwespe (Sphex funerarius)
Heuschreckensandwespe (Sphex funerarius)
Die Heuschreckensandwespe ist in Nordafrika, Europa und Asien verbreitet. Die nördliche Ausdehnungsgrenze ihres Areals liegt in Deutschland bzw. Südskandinavien. In Deutschland ist die Spezies selten, und steht unter Artenschutz.

Erwachsene Exemplare von Sphex funerarius werden 24 bis 28 mm lang, wobei die Männchen mit 15 bis 24 mm kleiner als die Weibchen (16 bis 28 mm) sind. In Deutschland zählen sie zu den größten heimischen Grabwespen.
Sphex funerarius
Sphex funerarius
Ihre Körper haben eine schwarze Grundfarbe. Kopf und Brust sind gelblich behaart, am Hinterleib (Abdomen) ist eine rötliche Färbung erkennbar. Die Flügel sind getrübt. Ihr Endrand ist dunkel. Die Beine der Weibchen sind zum Teil rotbraun bis rötlich gefärbt.

Der Hinterleib ist mit dem Brustabschnitt durch ein Stielchenglied (Petiolus) verbunden. Das hieran anschließende erste bis dritte Hinterleibssegment (Propodeum) ist rotorange bzw. rot und hat an jeder Seite eine Furche. Die übrigen Hinterleibssegmente sind schwarz. Am letzten Abdominalsegment tragen die Weibchen einen Wehrstachel, der vor allem zur Betäubung von Beutetieren eingesetzt wird. Aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes kann die Heuschreckensandwespe mit anderen Grabwespenarten verwechselt werden.
Heuschreckensandwespe
Heuschreckensandwespe
Die Heuschreckensandwespe ist wärmeliebend und bevorzugt weite, offene Habitate mit spärlicher Vegetation und lehmigen bzw. sandigen Böden. Sie ist häufig auf Trockenrasen anzutreffen. Erwachsene Exemplare sind von Juni bis September unterwegs. Sie ernähren sich von Nektar und Pollen verschiedener Pflanzen, insbesondere des Sand-Thymians (Thymus serpyllum).
Sphex funerarius - Grabwespe
Sphex funerarius - Grabwespe
Nach der Paarung legen die befruchteten Weibchen Bodennester für ihre Brut an. Hierbei werden oft Nester verschiedener Weibchen in geringer Entfernung voneinander zu sogenannten Nistkolonien vereinigt.

Ein Bodennest besteht aus einem 15 bis 20 Zentimeter langen, schräg in den Boden führenden Hauptgang, der sich in mehrere Seitengänge verzweigt. Am Ende jedes Seitengangs befindet sich je eine Brutkammer, in denen die Eiablage erfolgt. Wenige Tage später schlüpfen die Larven aus den Eiern. Als Nahrung für die Larven dienen vor allem Laubheuschrecken und Grillen, die vom Weibchen durch einen Stich gelähmt, und dann im Flug zum Nest transportiert werden. Die noch lebende Beute wird zunächst vor dem stets offenen Nesteingang abgelegt, das Nest inspiziert, und dann die Beute in die Brutkammer verbracht.

Im Verlaufe der Entwicklung der Larven bis zu ihrer Verpuppung (18 Tage nach dem Verlassen der Eier) werden in jede Brutkammer 3 bis 5 Beutetiere eingebracht. 24 Tage nach der Verpuppung schlüpft die neue Generation erwachsener Heuschreckensandwespen.
Grabwespe - Sphex funerarius
Grabwespe - Sphex funerarius
Sphex funerarius - Männchen
Sphex funerarius - Männchen

Sphex funerarius
Deutsche NamenHeuschreckensandwespe, Heuschrecken-Sandwespe, Heuschrecken-Grabwespe
Schwedische NamenGräshoppsstekel
AutorGussakovskij, 1934
Vorkommen
Kontinente:

Eurasien
Europa
Nord-Europa (Deutschland (West-Deutschland (Nordrhein-Westfalen)), Skandinavien (Schweden)), West-Europa (Österreich, Frankreich), Süd-Europa (Italien, Iberische Halbinsel (Portugal)), Süd-Ost-Europa (Griechenland, Jugoslawien (Kroatien)), Mitteleuropa (Tschechien (Mähren, Böhmen))
Asien
Ferner Osten (Ost-Asien (Mongolei))
Afrika
Nord-Afrika
Tunesien, Sudan
West-Afrika
Benin


Vorkommen durch Synonyme:
Sphex rufocinctus   Tunesien, Kroatien
Sphex maxillosus   Mongolei
Sphex obscurus   Sudan, Benin
LänderÖsterreich, Benin, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Mongolei, Portugal, Schweden, Sudan, Tschechien, Tunesien
Links und ReferenzenSphex funerarius in faunaeur.org
Sphex funerarius in itis.gov
Sphex funerarius in dyntaxa.se

Beschreibung der Bilder / Fotos
Fotografie mit folgenden Digitalkameras
Nikon D3x, Nikon D300, Canon 50D
Bildbearbeitung mit Photoshop
1. Heuschreckensandwespe (Sphex funerarius)
2. Sphex funerarius
3. Heuschreckensandwespe
4. Sphex funerarius - Grabwespe
5. Grabwespe - Sphex funerarius
6. Sphex funerarius - Männchen
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Taxonomie
KlasseInsecta
Insekten, Kerbtiere, Kerfe, Freikiefler
UnterklassePterygota
Fluginsekten
TeilklasseNeoptera
Neuflügler
ÜberordnungHolometabola
Holometabolen Insekten
OrdnungHymenoptera
Hautflügler
UnterordnungApocrita
Schnürwespen, Legwespen, Stechwespen, Stechimmen, Taillenwespen, Wehrimmen
TeilordnungAculeata
Stechimmen, Wehrimmen
ÜberfamilieApoidea
Blumenwespen, Bienen, Grabwespen
FamilieSphecidae
Langstiel-Grabwespen, Grabwespen
UnterfamilieSphecinae
TribusSphecini
UntertribusSphecina
GattungSphex
Artfunerarius
Sphex funerarius
AutorGussakovskij, 1934
 
Synonyme
Sphex maxillosus
Sphex maxillosus mavromoustakisi
Sphex obscurus
Sphex rufocinctus
Sphex rufocinetus
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