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Bienenwolf - Philanthus triangulum
Bienenwolf - Philanthus triangulum
Farbvariante des Bienenwolf aufgenommen auf Gomera - Kanarische Inseln

Bienenwolf
Der Bienenwolf (Philanthus triangulum), engl. : Bee wolf, ist eine Wespenart, die in der Ordnung Hautflügler (Hymenoptera) und der Unterordnung Taillenwespen (Apocrita) mit der Teilordnung Stechimmen (Aculeata) zur Überfamilie Bienen und Grabwespen (Apoidea) zählt und den Grabwespen (Spheciformes) zugeordnet wird. Die Art gehört in der Familie Cabronidae der Unterfamilie Philantinae und hier der Gattung Philanthus an.
Bienenwolf - Rückansicht
Bienenwolf - Rückansicht
Der Bienenwolf ist in der nördlichen Hemisphäre verbreitet, tritt jedoch nach Norden hin seltener auf, was sowohl auf starke natürliche Bestandsschwankungen wie auch auf die häufige Bekämpfung durch den Menschen unter Einsatz von Pestiziden zurückzuführen ist. Unter günstigen Bedingungen bringt diese Art zwei neue Generationen im Jahr hervor.
Philanthus triangulum - Bienenwolf
Philanthus triangulum - Bienenwolf
Der Bienenwolf ist geringfügig größer als eine Honigbiene. Weibliche Tiere erreichen Körperlängen von 13 bis 18 mm, während die Männchen mit 8 bis 10 mm Länge deutlich kleiner auftreten. Die Körper, an denen meistens schwarze und gelbe Färbungen überwiegen, sind länglich und keulenförmig gestaltet. Die Körperzeichnungen variieren jedoch bei einzelnen Exemplaren. So trifft man häufig Tiere an, die gelbe, weißliche oder rotbraune Farben aufweisen.
Wespe - Bienenwolf
Wespe - Bienenwolf
Der Kopf des Bienenwolfs ist groß und sichtlich breiter als der Vorderkörper. Die kurzen Fühler sind in der Mitte verdickt und weisen im Flug nach vorn. Ein wichtiges Merkmal ist die weißlich-gelbe Gesichtszeichnung am Stirnschild, die an eine drei-, manchmal auch zweizackige Krone erinnert. Die Kronenzeichnung ist bei jedem Exemplar individuell unterschiedlich. Bei den männlichen Tieren befinden sich am Kopf große Mandibeln, die der Markierung des Territoriums sowie dem Anlocken weiblicher Tiere in der Paarungszeit dienen.
Bienenwolf - Draufsicht
Bienenwolf - Draufsicht
Der Brustbereich (Thorax) ist meistens schwarz gefärbt, behaart und deutlich schmaler als der Kopf. Der Hinterleib (Abdomen) hat in der Regel gelbe Segmente mit schwarzen Querbinden. Die Querbinden sind zum Segmentende hin dreiecksförmig verlängert. Die Segmente können aber auch braungelb, rötlich-gelbbraun oder rein gelb gefärbt sein. Die Querbinden können statt schwarz auch braunrot auftreten oder völlig fehlen. Das vorderste Hinterleibssegment (Propodeum) weist in der Regel eine dichte Punktierung und Behaarung auf. Die Weibchen besitzen am Hinterleibsende einen Wehrstachel, den die männlichen Exemplare nicht besitzen. An den Vorderfüßen der weiblichen Tiere befinden sich auffällige und kräftige Grabborsten. Aufgrund verschiedener übereinstimmender Merkmale ist der Bienenwolf leicht mit Bembix rostrata zu verwechseln.
Bienenwolf putz sich (Aufgenommen auf Gomera)
Bienenwolf putz sich (Aufgenommen auf Gomera)
Der Bienenwolf ist ein Einzelgänger und bevorzugt warme, trockene und sonnenbeschienene Biotope. Er ist auf steppenartigen Flächen, Heiden, Magerrasen und offenen sandigen Stellen anzutreffen. Man trifft ihn auf temporären Sandflächen, an Sandgrubenrändern, an Hohlwegen, gelegentlich auch im Bereich von Siedlungen an. Die erwachsenen Tiere erscheinen in der Zeit von Juni bis September.
Grabwespe - Philanthus triangulum
Grabwespe - Philanthus triangulum
Während sich die männlichen Tiere vom Nektar verschiedener Pflanzen, auf deren Blüten sie häufig sitzend anzutreffen sind, ernähren, leben die Weibchen in Mitteleuropa von der spezialisierten Jagd auf die Arbeiterinnen der Honigbienen (Apis mellifera). Das Aufspüren von Beutetieren erfolgt sowohl optisch wie über einen ausgeprägten Geruchssinn. Ist ein Fluginsekt eindeutig als Honigbiene identifiziert, erfolgt der sofortige Angriff. Der Bienenwolf ergreift die Beute mit seinen Vorderbeinen und sticht dann mit dem Giftstachel in die Vorderhüfte, wobei die geeignete Einstichstelle mittels besonderer Sinneshaare geortet wird. Die Biene kann sich nicht wehren, weil ihr eigener Stachel an der glatten Oberfläche des Bienenwolfs abgleitet, ohne in den Körper eindringen zu können, und wird durch das Gift der Grabwespe sehr rasch gelähmt. Mit seinen kräftigen Vorderbeinen presst der Bienenwolf Nektar und Körperflüssigkeit aus dem Beutetier heraus und nimmt diese sofort aus dessen Mundbereich auf. Die Biene selbst wird nicht verzehrt und anschließend fallengelassen. Ein Abtransport der Beute zum Nest erfolgt ausschließlich zur Versorgung der Larven. Die weiblichen Tiere ernähren sich aber auch gelegentlich von Nektar, den sie direkt aus Blüten beziehen.
Der Nestbau für den Nachwuchs erfolgt durch das Weibchen, das an sandigen Hängen, Wegrändern, Böschungen oder auch in Sandfugen zwischen Gehwegplatten einen Röhrentunnel in den Boden gräbt, dessen Länge 1 bis 1, 5 Meter betragen kann und an dessen Ende fünf bis sieben (manchmal auch mehr) etwa taubeneigroße Kammern zur Aufnahme der Brut und deren Nahrung angelegt werden. Hierfür sind die Kiefer des Bienenwolfs besonders robust und kräftig gebaut. Auch starke und feste Dornen an den Vorderfüßen sind hierbei besonders hilfreich.
Nach Fertigstellung des Nests erfolgt die Ablage jeweils eines Eis in einer Brutkammer. Nach zwei bis 3 Tagen schlüpfen die weißen, madenförmigen Larven, die fortan vom Muttertier mit lebend erbeuteten Bienen versorgt werden - wobei die weiblichen Larven offenbar größere Berücksichtigung finden, als die männlichen. Die Larven leben vom Körperinneren des Beutetiers. Nach jedem Versorgungsflug verschließt das Weibchen erneut den Eingang zur Brutröhre, um die Larven gegen Eindringlinge (z. B. Käfer) zu schützen. An steilen Hängen gelegen, bleibt der Eingang jedoch offen. Etwa eine Woche nach dem Schlüpfen spinnen die Larven einen flaschenförmigen Kokon, in dem sie sich verpuppen.
Die Goldwespe (Hedychrum rutilans) ist ein auf den Bienenwolf spezialisierter Brutparasit, dessen Eier über Beutetiere oder über das Muttertier in die Brutkammern der Bienenwolf-Larven gelangen können. Die Larven des Bienenwolfs überwintern in der Puppe und schlüpfen als erwachsene Grabwespen im Juni.

Philanthus triangulum
Unterarten6
Deutsche NamenBienenwolf
Englische NamenEuropean beewolf, Bee-eating philanthus, Bee Wolf
NiederländischBijenwolf
Dänische NamenBiulv
Finnische NamenMehiläishukka
Schwedische NamenBivarg
AutorJohann Christian Fabricius, 1775
Vorkommen
Kontinente:

Eurasien
Europa
Nord-Europa (Britische Inseln (Vereinigtes Königreich (Großbritanien (England (Mittelland (Östlisches Mittelland (Leicestershire Grafschaft)))))), Deutschland (West-Deutschland (Nordrhein-Westfalen)), Skandinavien (Norwegen, Schweden, Dänemark), Fennoskandinavien (Finland), Baltische Region (Baltische Staaten (Estland))), West-Europa (Österreich, Frankreich, Schweiz, Beneluxländer (Belgien, Niederlande, Luxemburg)), Süd-Europa (Italien (Italiens Inseln (Sizilien, Sardinien), Norditalien, Süditalien), Iberische Halbinsel (Spanien, Portugal)), Mitteleuropa (Ungarn, Polen, Tschechien (Mähren, Böhmen)), Süd-Ost-Europa (Griechenland, Jugoslawien (Kroatien))
Asien
West-Asien (Naher Osten (Türkei, Israel, Ägypten))
Afrika
Ost-Afrika
Tansania, Inseln im Indischen Ozean (Madagaskar), Simbabwe, Kenia
Nord-Afrika
Algerien, Tunesien
West-Afrika
Gambia
Südliches Afrika
Königreich Lesotho, Republik Südafrika
Amerika
Nordamerika
USA


Ecoregionen: Paläarktis

LänderÄgypten, Österreich, Algerien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finland, Frankreich, Gambia, Griechenland, Israel, Italien, Königreich Lesotho, Kenia, Kroatien, Luxemburg, Madagaskar, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Simbabwe, Spanien, Türkei, Tansania, Tschechien, Tunesien, USA, Ungarn, Vereinigtes Königreich
Links und ReferenzenPhilanthus triangulum in faunaeur.org
Philanthus triangulum in dyntaxa.se
Philanthus triangulum in Wikipedia (Englisch)

Beschreibung der Bilder / Fotos
Fotografie mit folgenden Digitalkameras
Nikon D3x, Nikon D300, Canon 50D
Bildbearbeitung mit Photoshop
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Bilder - Philanthus - Triangulum - Insekt - Bienen - Tier - Biene - Schwarze
Taxonomie
KlasseInsecta
Insekten, Kerbtiere, Kerfe, Freikiefler
UnterklassePterygota
Fluginsekten
TeilklasseNeoptera
Neuflügler
ÜberordnungHolometabola
Holometabolen Insekten
OrdnungHymenoptera
Hautflügler
UnterordnungApocrita
Schnürwespen, Legwespen, Stechwespen, Stechimmen, Taillenwespen, Wehrimmen
TeilordnungAculeata
Stechimmen, Wehrimmen
ÜberfamilieApoidea
Blumenwespen, Bienen, Grabwespen
FamilieCrabronidae
Grabwespen
UnterfamiliePhilanthinae
TribusPhilanthini
UntertribusPhilanthina
GattungPhilanthus
Arttriangulum
Philanthus triangulum
AutorFabricius, 1775
 
Synonyme
Crabro androgynus
Philanthus abdelcader
Philanthus allionii
Philanthus apivorus
Philanthus discolor
Philanthus pictus
Philanthus ruspatrix
Philanthus triangulum allionii
Philanthus triangulum discolor
Simblephilus discolor
Simblephilus pictus
Simblephilus triangulum
Sphex apifalco
Sphex scutellatus maculatus
Vespa fasciata
Vespa limbata
Vespa ruspatrix
Vespa triangulum
 
Unterarten
Philanthus triangulum abdelcader
Philanthus triangulum abdelkader
Philanthus triangulum bimaculatus
Philanthus triangulum diadema
Philanthus triangulum obliteratus
Philanthus triangulum triangulum
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Schwarze Sandbiene
Vierbindige Furchenbiene
Sphecodes ferruginatus
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