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Nikon AF-S Micro Nikkor 105mm 1:28G VR
Nikon AF Micro Nikkor 200mm 1:4D ED
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Nikon Makroblitz-Kit R1C1
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Weißrandiger Flachstrecker - Philodromus dispar
Weißrandiger Flachstrecker - Philodromus dispar


Weißrandiger Flachstrecker
Der Weißrandige Flachstrecker (Philodromus dispar) zählt in der Ordnung Webspinnen (Araneae) und der Unterordnung Echte Webspinnen (Araneomorphae) zur Familie der Laufspinnen (Philodromidae), wo er der Gattung Flachstrecker (Philodromus) angehört. Die Art ist weltweit in der Paläarktis verbreitet, kommt in Deutschland und Mitteleuropa flächendeckend vor, ist aber nur in geeigneten Biotopen mittelhäufig anzutreffen. Laut Roter Liste ist der Weißrandige Flachstrecker in Deutschland nicht in seinem Bestand gefährdet.
Der Weißrandige Flachstrecker gehört zu den mittelgroßen einheimischen Laufspinnen. Sowohl die männlichen wie auch die weiblichen Vertreter dieser Art erreichen Körperlängen zwischen 4 und 5 mm. Ihre flachen Körper unterscheiden sich geschlechtsspezifisch in Farbe und Zeichnung. Während die Männchen in ihrer Grundfarbe sehr dunkel und manchmal fast schwarz sind, treten die weiblichen Tiere in gelbbraunen Farben auf. Die männlichen Tiere sind zudem mit kurzer schimmernder Behaarung versehen, die ihnen einen Glanz verleiht.
Der Vorderkörper (Prosoma) der Weibchen ist braun und hat schmale, weiße bis cremefarbene oder hellgelbe Seitenränder, die deutlich abgesetzt erscheinen. Bei einigen Exemplaren sind von der Mitte ausgehende helle Radialstreifen zu erkennen. Der Vorderkörper der Männchen ist dunkelbraun bis schwarz, kurz behaart und weist einen deutlich abgesetzten weißen Seitenrand auf. Der Hinterkörper (Opisthosoma) der Weibchen ist hellbraun bis braun und an der Oberseite dunkel gerandet. In der Mitte ist meistens ein undeutliches Blattmuster (Folium) erkennbar. Im hinteren Bereich erscheint eine Art Pfeil- oder Winkelzeichnung. Im vorderen Bereich können braune Punkte auftreten. Die Seiten sind weiß oder cremefarben bis hellgelb, die Ränder deutlich abgesetzt.
Bei den männlichen Tieren sind die Seitenränder ebenfalls hell und bilden einen starken Kontrast zur dunkelbraunen bis schwarzen Oberseite. Die kurze Behaarung erzeugt einen schimmernden Glanz. Die Beine sind bei beiden Geschlechtern gelblich-grau und haben eine feine bräunlich-schwarze Punktierung. Das erste Beinpaar hat auf der Unterseite der Tibien vier bis fünf Stachelpaare. Aufgrund ihres Aussehens können vor allem die Weibchen mit Exemplaren der Braunen Laufspinne (Philodromus cespitum) verwechselt werden.
Der Weißrandige Flachstrecker lebt bevorzugt in sonnigen Habitaten. Man trifft ihn im Frühjahr und Sommer in Laubwäldern, Nadelwäldern, Feldgehölzen, an Waldrändern und gelegentlich im menschlichen Siedlungsbereich. Er hält sich auf Bäumen und Gebüschen in unterschiedlichen Höhenlagen auf, vor allen an Baumstämmen oder auf höheren Pflanzen des Unterholzes.
Die Laufspinnen leben von der Jagd auf Insekten. Sie sind schnelle Läufer und geschickte Jäger, die keine Fangnetze herstellen, sondern ihre Beute im Laufen einfangen. Gefangene Beutetiere saugen sie aus. Droht ihnen Gefahr, drücken sie sich flach an den Untergrund (Flachstrecker). Werden sie angegriffen, entwickeln sie ein ähnliches Verhaltens- und Gebärdenmuster wie Krabbenspinnen, indem sie die ersten Beinpaare emporheben und sich auf den Angreifer zu bewegen.
Die Eiablage der Weibchen erfolgt in einem Kokon, der auf Blättern befestigt ist. Das Weibchen überwacht die Brut anschließend bis zum Herbst. Dann schlüpfen die jungen Spinnen. Eine Gefährdung für den Nachwuchs des Weißrandigen Flachstreckers stellen vor allem die Larven der Schlupfwespe Tromatobia lineatoria dar. Fressfeinde der erwachsenen Tiere sind vor allem Meisen (Paridae). Der Weißrandige Flachstrecker überwintert hinter der Rinde toter Bäume.
Beschreibung der Bilder / Fotos
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