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Grüne Lauerspinne - Nigma walckenaeri
Grüne Lauerspinne - Nigma walckenaeri


Grüne Lauerspinne
Die Grüne Lauerspinne (Nigma walckenaeri) zählt in der Ordnung Webspinnen (Araneae), der Unterordnung Echte Webspinnen (Araneomorphae) und der Teilordnung Entelegynae zur Familie der Kräuselspinnen (Dictynidae), die zur Überfamilie Dictynoidea gehört und ist hier eine Art in der Gattung Nigma. Wissenschaftliche Synonyme von Nigma walckenaeri sind: Nigma viridissima, Aranea viridissima, Drassus viridissimus, Ergatis viridissima, Argus viridissimus, Dictyna viridissima, Dictyna walckenaeri, Heterodictyna viridissima und Heterodictyna walckenaeri.
Grüne Lauerspinne - Frontansicht
Grüne Lauerspinne - Frontansicht
Die Grüne Lauerspinne ist in der südwestlichen Paläarktis von Mitteleuropa bis Nordafrika und von Großbritannien bis in den Mittleren Osten verbreitet. In Irland, Skandinavien und im Baltikum ist sie bisher nicht beobachtet worden. In Deutschland tritt die Art relativ selten auf und ist nur in geeigneten, wärmebegünstigten Habitaten vermehrt anzutreffen. Obwohl insgesamt eine Gefährdung der Grünen Lauerspinne angenommen wird, fand eine Einstufung in der "Roten Liste" bisher nicht statt.
Die Grüne Lauerspinne ist die größte Art der Kräuselspinnen in Mitteleuropa. Während die weiblichen Exemplare Körperlängen von 4, 5 bis 5, 0 mm erreichen, treten die Männchen in einer Länge von 3, 5 bis 4, 0 mm auf. Die Tiere sind über den ganzen Körper in kleinen Gruppen weiß behaart. Der Vorderkörper ist bei den Weibchen gelblich bis gelbbraun, bei den männlichen Tieren rotbraun bis braun gefärbt. Die Kopfregion des Männchens erscheint deutlich erhöht, auf seinen Kieferntastern (Pedipalpen) befinden sich auf den Chitinspangen des Organs (Cymbium) rückwärtige (dorsale) Höcker. Die punktförmigen vorderen Mittelaugen der Tiere sind auffallend klein. Die Vorderbrust (Sternum) und die Kiefernklauen (Cheliceren) sind hell gelblich gefärbt.
Der Hinterkörper (Opisthosoma) ist bei beiden Geschlechtern in der Regel einfarbig und leuchtet hellgrün bis grün. Er kann jedoch auch mit weißlichen oder gelben Flecken gemustert sein, die von einem Besatz aus feinen weißen Haaren herrühren. Die Behaarung ist vor allem an den Hinterleibsseiten in Form einer schmalen Bänderung gut auszumachen. An den Spinndrüsen ist das Cribellum durch eine Längsbrücke geteilt. Während die Weibchen einfarbig grüne Beine haben, sind diese bei den männlichen Exemplaren gelbbraun. Auf Grund ihres grünen Hinterkörpers ist die Grüne Lauerspinne von allen anderen Kräuselspinnen-Arten deutlich zu unterscheiden.
Die Grüne Lauerspinne, die als wärmeliebendes Tier ursprünglich vor allem in Südeuropa verbreitet war, ist auch in Norddeutschland anzutreffen, wo sie fast ausschließlich im Siedlungsbereich des Menschen häufig ist, und vorzugsweise in Gärten oder an bewachsenen sonnenbeschienenen Hausfassaden lebt. Hier trifft man sie auf den Blättern von Kräutern, Sträuchern, Rankgewächsen (Efeu, Wilder Wein), jedoch seltener auf großblättrigen Sträuchern wie Flieder. Aufgrund ihrer Tarnfärbung ist die Grüne Lauerspinne auf Laub schwer erkennbar. In den wärmeren Gegenden Europas lebt sie an sonnenexponierten Waldrändern und in Lichtungen. Auch im Inneren von Gebäuden ist die Spinne auffindbar.
Die Grüne Lauerspinne, die als erwachsenes Tier von August bis Oktober (in und an Gebäuden auch bis Dezember) erscheint, ist tagaktiv und errichtet morgens nach Sonnenaufgang an der Oberseite von Blättern mit nach oben gebogenen Seitenkanten ein durchscheinendes, gekräuseltes Gespinst, das an ein Zelt erinnert, und ihr als Unterschlupf dient. Von der Öffnung aus spinnt sie in zickzackförmigem Verlauf mit Leimtröpfchen benetzte (cribellate) Fangfäden in Richtung der Blattspitze, an denen Insekten hängen bleiben sollen.
Nach der Paarung legt das Weibchen einen linsenförmigen Kokon für die Eiablage an. Der weiße Kokon hat eine Länge von 6 bis 7 mm und befindet sich etwas weiter vom Schlupfwinkel der Spinne entfernt an verborgener Stelle. Vom Zeitpunkt der Reifehäutung ab ist die Lebenserwartung der Männchen sehr gering ; die meisten sterben kurz nach der Paarung.

Nigma walckenaeri
Deutsche NamenGrüne Lauerspinne, Fassadenbewohnende Kräuselspinne
NiederländischGroen kaardertje
AutorRoewer, 1951
Vorkommen
Kontinente:

Eurasien
Europa
Nord-Europa (Britische Inseln (Vereinigtes Königreich (Großbritanien)), Deutschland, Skandinavien (Dänemark)), West-Europa (Österreich, Frankreich, Schweiz, Beneluxländer (Belgien, Niederlande, Luxemburg)), Süd-Europa (Italien (Sizilien, Sardinien, Norditalien, Süditalien), Iberische Halbinsel (Spanien (Balearen), Portugal)), Mitteleuropa (Ungarn, Polen, Tschechien (Mähren, Böhmen), Slowakei), Süd-Ost-Europa (Rumänien, Jugoslawien (Slowenien, Kroatien, Serbien und Montenegro (Serbien), Bosnien und Herzegowina, Mazedonien), Bulgarien, Griechenland), Ost-Europa (Ukaine)
Asien
West-Asien (Naher Osten (Türkei))


Ecoregionen: Paläarktis

LänderÖsterreich, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Luxemburg, Mazedonien, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Türkei, Tschechien, Ukaine, Ungarn, Vereinigtes Königreich
Taxonomischer StatusSynonym von Nigma laeta
Links und ReferenzenNigma walckenaeri in faunaeur.org
Nigma walckenaeri in itis.gov
Nigma walckenaeri in Wikipedia (Englisch)

Beschreibung der Bilder / Fotos
Fotografie mit folgenden Digitalkameras
Nikon D3x, Nikon D300, Canon 50D
Bildbearbeitung mit Photoshop
1. Grüne Lauerspinne - Nigma walckenaeri
2. Grüne Lauerspinne - Frontansicht
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Taxonomie
KlasseArachnida
Spinnentiere
UnterklasseMicrura
TeilklasseMegoperculata
OrdnungAraneae
Webspinnen
UnterordnungAraneomorphae
Echte Webspinnen
TeilordnungAraneomorphi
ÜberfamilieDictynoidea
FamilieDictynidae
Kräuselspinnen
GattungNigma
Artwalckenaeri
Nigma walckenaeri
AutorRoewer, 1951
 
Synonyme
Aranea viridissima
Argus viridissimus
Dictyna viridissima
Dictyna walckenaeri
Drassus viridissimus
Ergatis viridissima
Heterodictyna viridissima
Heterodictyna walckenaeri
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