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Gemeine Ameisenjungfer
Gemeine Ameisenjungfer


Gemeine Ameisenjungfer
Die Gemeine Ameisenjungfer (Myrmeleon formicarius) wird auch Gewöhnliche Ameisenjungfer genannt, und ist eine Spezies in der Ordnung der Netzflügler (Neuroptera), der Unterordnung Myrmeleontiformia, der Nebenordnung Echte Netzflügler (Planipennia), der Überfamilie Myrmeleontoidea sowie in der Familie der Ameisenjungfern (Myrmeleontidae). Hier, in der Unterfamilie Myrmeleontinae und im Tribus Myrmeleontini, gehört die Gemeine Ameisenjungfer zur Gattung Myrmeleon.

Die Gemeine Ameisenjungfer ist in Europa und Asien paläarktisch weit verbreitet. Ihre nördliche Arealgrenze in Europa ist Südskandinavien, auf den Britischen Inseln kommt sie nicht vor. In geeigneten Habitaten ist sie sehr häufig anzutreffen.
Myrmeleon formicarius
Myrmeleon formicarius
Erwachsene Exemplare von Myrmeleon formicarius erreichen Körperlängen von 35 bis 40 mm. Ihre schlanken Körper sind länglich und erinnern an Libellen. Ihre kurzen, leicht nach außen gebogenen Fühler, sind am Ende keulenartig verdickt. Die kräftigen Mundwerkzeuge sind zum Beißen und Kauen konstruiert. Die Facettenaugen sind groß und treten seitlich deutlich hervor. Der Kopf ist grau und trägt kleine gelbliche Flecken auf bräunlichem Grund. Der Brustschild entspricht dem Kopf in Farbe und Zeichnung.

Auf den transparenten und glasigen Flügeln, die Spannweiten von 60 bis 80 mm erreichen können, erkennt man einen hellen Punkt am Hinterrand. Die Oberfläche der beiden Flügelpaare, von denen das hintere etwas kleiner erscheint, erhält durch ihre Aderung eine netzartige Struktur.

Am Ende der grauen Hinterleibsegmente, deren Oberseite dunkelbraune Zeichnungen aufweist, ist ein gelblicher Rand erkennbar. Die Männchen tragen am letzten Segment ein Blättchenpaar, das wie eine Zange erscheint.
Die Gemeine Ameisenjungfer lebt bevorzugt in warmen, trockenen Gebieten mit ausreichender Sonneneinstrahlung und sandigen oder steinigen Böden (Heide, Steppe, Trockenrasen). Sie kommt vom Flachland bis in Höhen von 1500 m vor. Erwachsene Exemplare sind von Mai bis August in der Dämmerung und nachts unterwegs, um kleine Insekten (vorwiegend Blattläuse) zu jagen, von denen sie sich ernähren. Tagsüber halten sie sich in der Vegetation (Sträucher, Pflanzenstengel, Baumstämme) verborgen. Meistens befinden sich ihre Larven in unmittelbarer Nähe. Die erwachsenen Tiere verzehren gelegentlich auch Pflanzenteile.
Die Paarungszeit der Gemeinen Ameisenjungfer entspricht ihrer Flugzeit (Mai bis August). Die Eiablage der befruchteten Weibchen erfolgt einzeln in trockenem und lockerem Sand. Insgesamt sind es ca. 20 Eier. Die gelblichen Eier haben eine zylindrische Form und sind an den Enden abgerundet. Ihre Schale ist hart und widerstandsfähig.

Nach kurzer Zeit hat die Sonnenwärme die Eier ausgebrütet, und die Larven beginnen zu schlüpfen. Die Larven, die anfangs nur etwa 3 mm lang sind, werden als Ameisenlöwen bezeichnet. Ihre Körper sind dicht mit Borsten besetzt. In Farbe und Form weisen sie fast keine Ähnlichkeit mit den erwachsenen Ameisenjungfern auf.
Der Kopf ist groß, und mit kräftigen Mundwerkzeugen (Mandibeln) bestückt, die als Saugzangen konzipiert sind. Sie zusätzlich mit spitzen Zähnen versehen sind, und dienen den Ameisenlöwen zum Festhalten, Töten und Aussaugen von Beutetieren (vorzugsweise Ameisen). Der Hinterleib der Ameisenlöwen ist breit, hochgewölbt und verjüngt sich am Ende zu einer Spitze, die ihnen beim Graben im Sand sehr nützlich ist.
Um Beute zu fangen, graben die Ameisenlöwen trichterförmige Senken in den Sandboden, die 50 bis 80 mm Durchmesser haben können. Hierzu nutzen sie ihre Mundwerkzeuge. Ist der Trichter fertig, gräbt sich der Ameisenlöwe mit Hilfe seiner Hinterleibsspitze an seinem Grund ein und wartet auf Beutetiere. Betritt ein Insekt den Trichterrand, rutscht es gewöhnlich ab und findet kaum noch Halt, um zu entfliehen, denn der Ameisenlöwe taucht plötzlich auf und bewirft seine Beute zusätzlich mit Sandkörnern, so dass er die Beute schließlich packen und verzehren kann.

Die Ameisenlöwen entwickeln sich in 3 Larvenstadien. Am Ende ihrer Entwicklung (2 Jahre nach dem Verlassen der Eier) haben sie eine Länge von 10 bis 17 mm erreicht, und verpuppen sich in einem selbstgesponnenen Seidenkokon, aus dem später die neuen Ameisenjungfern schlüpfen. Die Larve der Ameisenjungfer (Ameisenlöwe) wurde zum Insekt des Jahres 2010 ernannt.

Myrmeleon (Myrmeleon) formicarius
Unterarten2
Deutsche NamenGewöhnliche Ameisenjungfer, Gemeine Ameisenjungfer, Ameisenlöwe
Englische NamenAnt Lion, Ant-lion
NiederländischMierenleeuw, Gewone mierenleeuw
Dänische NamenStor myreløve
Finnische NamenMuurahaiskorento, Muurahaisleijona, Aitomuurahaiskorento
Schwedische NamenVanlig myrlejonslända
AutorCarl von Linné (Carl Nilsson Linnæus), 1767
EcozoneLandbewohnend (Terrestrisch)
Vorkommen
Kontinente:

Eurasien
Europa
Nord-Europa (Deutschland, Skandinavien (Norwegen, Schweden, Dänemark), Fennoskandinavien (Finland), Baltische Region (Baltische Staaten (Lettland))), West-Europa (Österreich, Frankreich, Beneluxländer (Belgien, Niederlande)), Süd-Europa (Italien (Italiens Inseln (Sizilien, Sardinien), Norditalien, Süditalien)), Süd-Ost-Europa (Rumänien, Bulgarien, Griechenland), Mitteleuropa (Polen, Tschechien)
Asien
Ferner Osten (Ost-Asien (Taiwan, Japan, Korea (Südkorea))), West-Asien (Naher Osten (Türkei))
Afrika
Südliches Afrika
Namibia


Vorkommen durch Synonyme:
Myrmeleon formicalynx   Taiwan
LänderÖsterreich, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finland, Frankreich, Griechenland, Italien, Japan, Lettland, Namibia, Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Südkorea, Schweden, Türkei, Taiwan, Tschechien
Links und ReferenzenMyrmeleon formicarius in faunaeur.org
Myrmeleon formicarius in dyntaxa.se

Beschreibung der Bilder / Fotos
Fotografie mit folgenden Digitalkameras
Nikon D3x, Nikon D300, Canon 50D
Bildbearbeitung mit Photoshop
1. Gemeine Ameisenjungfer
2. Myrmeleon formicarius
Schnellsuche: Ameisenjungfer - Formicarius - Myrmeleon - Gemeine - Netzflügler - Bilder
Ameisen - Ameisenjungfern - Kleine - Ameisenlöwen - Eier - Kopf - Larven - Beute
Taxonomie
KlasseInsecta
Insekten, Kerbtiere, Kerfe, Freikiefler
UnterklassePterygota
Fluginsekten
TeilklasseNeoptera
Neuflügler
ÜberordnungNeuropterida
Netzflüglerartige
OrdnungNeuroptera
Netzflügler, Gitterflügler, Echte Netzflügler
UnterordnungMyrmeleontiformia
ÜberfamilieMyrmeleontoidea
FamilieMyrmeleontidae
Ameisenjungfern
UnterfamilieMyrmeleontinae
TribusMyrmeleontini
UntertribusMyrmeleontina
GattungMyrmeleon
UntergattungMyrmeleon
Artformicarius
Myrmeleon formicarius
AutorLinnaeus, 1767
 
Synonyme
Formicaleo formicalynx
Formicaleo formicarius
Hemerobius formicalynx
Hemerobius formicarius
Myrmecaelurus innotatus
Myrmecoleon formicalynx
Myrmecoleon formicarius
Myrmeleo formicarius
Myrmeleon dasypterus
Myrmeleon formicalynx
Myrmeleon formicarius formicarius
Myrmeleon formicarius immaculatus
Myrmeleon formicarius nigrilabrus
Myrmeleon formicarius var. immaculatus
Myrmeleon innotatus
Myrmeleon neutrus
Myrmeleon nigrivenosus
 
Unterarten
Myrmeleon formicarius immaculatus
Myrmeleon formicarius nigrilabrus
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