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Ölkäfer - Meloidae
Ölkäfer - Meloidae


Ölkäfer
Die Ölkäfer (Meloidae), engl. : blister beetles, werden auch Pflasterkäfer bzw. Blasenkäfer genannt, und sind eine Familie in der Ordnung der Käfer (Coleoptera), der Unterordnung Polyphaga, der Nebenordnung Cucujiformia und in der Überfamilie Tenebrionoidea.

Die Familie der Ölkäfer teilt sich in die Unterfamilien Eleticinae, Meloinae, Nemognathinae und Tetraonycinae auf. Die Unterfamilien gliedern sich in folgende Triben: Cerocomini, Derideini, Eleticini, Epicautini, Eupomphini, Horiini, Lyttini, Meloini, Morphozonitini, Mylabrini, Nemognathini, Pyrotini, Sitarini, Spasticini und Tetraonycini.

In den Triben sind (neben vielen anderen) diese Ölkäfer-Gattungen enthalten: Anthicoxenus, Berberomeloe, Cerocoma, Deridea, Epicauta, Glaphyrolytta, Hycleus, Iselma, Lytta, Meloë, Mylabris, Nyadatus, Oenas, Protomeloe, Rhampholyssa, Sitaris, Tegrodera, Wagneronota, Xenospasta und Zonitis.
Die Familie der Ölkäfer ist weltweit verbreitet. Die Zahl der Arten beträgt etwa 2500. In Europa leben etwa 210 Arten und Unterarten, von denen in Mitteleuropa 37 anzutreffen sind. Einige Ölkäfer-Arten sind: Spanische Fliege (Lytta vesicatoria), Schwarzblauer Ölkäfer bzw. Schwarzer Maiwurm (Meloë proscarabaeus), Violetter Ölkäfer bzw. Violetter Maiwurm (Meloë violaceus), Schwarzglänzender Ölkäfer (Meloë coriarius), Vierpunktiger Ölkäfer (Mylabris quadripunctata), Pannonischer Ölkäfer (Mylabris pannonica), Veränderlicher Ölkäfer (Mylabris variabilis) und Schmalflügliger Pelzbienenölkäfer (Sitaris muralis).
Ölkäfer sind in der Lage, mittels einer Art chemischer Keule Fressfeinde (vor allem Ameisen und Laufkäfer) abzuwehren. Dabei setzen sie das Sekret Cantharidin (ein in ihrem Blut enthaltenes und auf der Haut blasenbildendes Reizgift) durch sogenanntes Reflexbluten aus ihrer Kniehaut heraus frei. Dies führte zu ihrer Bezeichnung als Blasenkäfer. Das freigesetzte Sekret erinnert an Öltropfen, daher stammt der Familienname Ölkäfer. Exemplare der Gattung Epicauta sind äußerst gefährlich für Pferde. Nur wenige Ölkäfer in einer einzigen Fütterung mit Luzerne-Heu sind in der Lage, ein Pferd zu töten. Cantharidin, das (bereits in geringen Dosen) auch für den Menschen gefährlich ist, wird beispielsweise bei der medizinischen Behandlung von Warzen eingesetzt. Manche Fressfeinde der Ölkäfer sind gegen Cantharidin immun. Zu ihnen zählen Igel und verschiedene Vogelarten.
Erwachsene Ölkäfer erreichen Körperlängen von 5 bis 45 mm. Ihre Körper haben (je nach Spezies) gedrungene oder länglich gebaute Körper. Viele Arten tragen Warnfarben, die möglichen Fressfeinden Toxizität signalisieren. Die großen Köpfe der Ölkäfer sind stark abgeschnürt und abwärts geneigt. An ihnen befinden sich fadenförmige Fühler, die (artspezifisch) aus 7 bis 11 Segmenten bestehen. Die Segmente können länglich, kugelig, oder auch völlig unregelmäßig geformt sein.

Einige Arten haben deutlich verlängerte Maxillen, da sie Nektar aufnehmen. Arten aus der Gattung Meloë sind nicht flugfähig. Ihre Deckflügel (Elytren) sind verkürzt, während die Hinterflügel völlig zurückgebildet sind. Die Füße (Tarsen) des ersten und zweiten Beinpaares der Ölkäfer sind fünfgliedrig, die des dritten Beinpaares sind viergliedrig.
Ölkäfer bevorzugen warme und trockene Biotope. Man trifft sie häufig an Waldrändern, auf Trockenwiesen oder an Abhängen, wo sie sich fressend an den Blüten und Blättern verschiedener Pflanzenarten, vorzugsweise aus den Familien Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), Korbblütler (Asteraceae), Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und Nachtschattengewächse (Solanaceae), aufhalten. Sie können, besonders bei massenhaftem Auftreten, an Kulturpflanzen wie Klee, Kartoffeln oder Zuckerrüben, erhebliche Fraßschäden anrichten.
Nach der Paarung legen die befruchteten Weibchen 2000 bis 10000 Eier an ihren Wirtspflanzen ab. Die starke Reproduktion ist durch hohe Verlustraten bedingt. Die geschlüpften Larven sind in ihrem ersten Larvenstadium mit speziell geformten Beinen ausgestattet. An den Füßen (Tarsen) befinden sich drei kräftig entwickelte Klauen. Daher werden die Ölkäfer-Larven in diesem Entwicklungsstadium als Dreiklauer (Triungulinus) bezeichnet. Die Larven der meisten Ölkäfer-Arten sind dann in Blüten zu finden, wo sie auf Solitärbienen wie Sandbienen oder Pelzbienen warten.

Setzt sich eine Biene auf die Blüte, krallt sich die Ölkäfer-Larve an ihr fest und lässt sich in das Nest der Biene tragen. Im Nest angekommen fressen die Larven Bieneneier. Danach häuten sie sich, und verzehren im zweiten Larvenstadium die Nahrungsvorräte der Bienenlarven. Am Ende des fünften Stadiums verlässt die Larve das Bienennest, um sich im Boden zur Überwinterung in eine Scheinpuppe zu häuten. Im Frühling häutet sich die Larve erneut. Sie nimmt im siebten Larvenstadium keine Nahrung mehr auf. Nach 4 bis 5 Wochen erfolgt dann die Verpuppung zum Käfer. Einige Ölkäfer-Arten parasitieren bei Heuschrecken.

Gattungen148
Arten4.938
Deutsche NamenÖlkäfer
Englische NamenBlister beetles, Oil beetles, Blister Beetle
NiederländischOliekevers
Dänische NamenOliebiller
Finnische NamenToukohärät
Norwegische NamenOljebiller
Schwedische NamenOljebaggar
AutorGyllenhal, 1810
Vorkommen
Artenlisten

Kontinente:

Eurasien
Amerika
Afrika
Ozeanien


Ecoregionen:

Paläarktis
Nearktis


Fossilien:

Känozoikum
Mesozoikum


Weltmeere:

Atlantischer Ozean


Länder
Artenlisten
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Links und ReferenzenMeloidae in bie.ala.org.au
Meloidae in faunaeur.org
Meloidae in itis.gov
Meloidae in dyntaxa.se
Meloidae in Wikipedia (Englisch)

Weiterführende Kapitel von "Ölkäfer"
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1. Ölkäfer - Meloidae
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Taxonomie
KlasseInsecta
Insekten, Kerbtiere, Kerfe, Freikiefler
UnterklassePterygota
Fluginsekten
TeilklasseNeoptera
Neuflügler
ÜberordnungHolometabola
Holometabolen Insekten
OrdnungColeoptera
Käfer
UnterordnungPolyphaga
TeilordnungCucujiformia
ÜberfamilieTenebrionoidea
FamilieMeloidae
Ölkäfer
AutorGyllenhal, 1810
 
Synonyme
Horiidae (Latreille, 1802)
Melooidea (Westwood, 1844)
Tetraonychidae (Böving & Craighead, 1931)
Tetraonycidae (Böving & Craighead, 1931)
 
Englische Bezeichnungen
Blister Beetle, Blister beetles, Oil beetles
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