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Großer Leuchtkäfer - Lampyris noctiluca
Großer Leuchtkäfer - Lampyris noctiluca


Großer Leuchtkäfer
Der Große Leuchtkäfer (Lampyris noctiluca), engl. : Common glowworm, wird auch Großes Glühwürmchen oder Großes Johannisglühwürmchen genannt, und ist eine Spezies in der Ordnung der Käfer (Coleoptera), der Unterordnung Polyphaga, der Nebenordnung Elateriformia, der Überfamilie der Weichkäferartigen (Elateroidea) und in der Familie der Leuchtkäfer (Lampyridae). Hier, in der Unterfamilie Lampyrinae und im Tribus Lampyrini, zählt der Große Leuchtkäfer zur Gattung Lampyris. Wissenschaftliche Synonyme für diese Spezies sind Cantharis noctiluca, Lampyris bellieri, Lampyris carreti, Lampyris longipennis, Lampyris minor, Lampyris obscurella, Lampyris parvicollis, Lampyris sibirica, Lampyris submucronata und Lampyris thoracica.
Lampyris noctiluca
Lampyris noctiluca
Der Große Leuchtkäfer ist in Europa weit verbreitet, in Deutschland fast überall nachgewiesen, regional jedoch in seinem Bestand rückläufig. Mögliche Ursachen hierfür sind fortschreitende Zerstörung ihrer Biotope (Naturwiesen), Verinselung ihrer Biotope (Habitatfragmentierung), Umweltverschmutzung, klimatische Veränderungen sowie Ablenkung der Käfer durch künstliche Lichtquellen.
Große Leuchtkäfer - Rückansicht
Große Leuchtkäfer - Rückansicht
Während männliche Exemplare von Lampyris noctiluca 10 bis 12 mm lang werden, erreichen Weibchen Körperlängen von 15 bis 25 mm. Auch in Farbe und Form unterscheiden sie sich erheblich (Sexualdimorphismus). Bei beiden Geschlechtern ist der Kopf sehr klein, und fast völlig unter dem Halsschild verborgen. Die kugelförmigen Facettenaugen sind verhältnismäßig groß. Bei den Männchen sind die kurzen Fühler sichtbar.
Lampyris noctiluca - Bauchansicht
Lampyris noctiluca - Bauchansicht
Die Körperoberseite der flach gebauten Männchen ist braun gefärbt. Die Ränder des Brustabschnitts (Thorax) sind gelblich. Auf ihren langen und harten Deckflügeln (Elytren) sind spärlich behaarte Riefen erkennbar. Die flugunfähigen Weibchen haben keine Flügeldecken, und damit ein larvenartiges Aussehen (Glühwürmchen).
Großer Leuchtkäfer - Weibchen
Großer Leuchtkäfer - Weibchen
An den Unterseiten der letzten drei Segmente ihres Hinterleibs befindet sich ein spezielles Organsystem, das in der Lage ist, durch Kombination mehrerer chemischer Reaktionen (Biolumineszenz) ein gelblichgrünes Kaltlicht zu erzeugen, das der Kommunikation zum Zweck der Partnerfindung in der Paarungszeit dient. Dabei handelt es sich um je ein Leuchtfeld auf dem 6. und 7. Abdominalsegment sowie um einige Leuchtflecken auf dem 8. Segment. Die Männchen besitzen ebenfalls einen Signalapparat, der sich jedoch auf wenige Leuchtflecken am 7 Hinterleibssegment beschränkt, und damit eine wesentlich schwächere Leuchtkraft hat. Die Fähigkeit zur Lichterzeugung besitzt der Große Leuchtkäfer in allen Lebensphasen vom Larvenstadium bis zum erwachsenen Insekt.
Der Große Leuchtkäfer ist nachtaktiv und lebt bevorzugt in weiten, offenen Habitaten mit Kalkböden oder Kalksteinvorkommen. Man findet ihn der Krautschicht an Waldrändern, an Knicks, Grünstreifen und auf Heideland, vor allem jedoch auf naturbelassenen Wiesen. Erwachsene Vertreter dieser Spezies kommen ohne Nahrung aus. Ihre Lebenszeit (Juni bis September) erstreckt sich selten über die Paarung und Eiablage hinaus.
Im Juni und Juli (in Mitteleuropa Juli bis August) paaren sich die Großen Leuchtkäfer. Hierbei lassen sich die schwach leuchtenden Männchen von spätabends bis nach Mitternacht auf der Suche nach Weibchen beobachten. Die Weibchen sitzen bei ausreichender Dunkelheit an Grashalmen oder Krautpflanzen im offenen Gelände, und aktivieren willkürlich ihren Leuchtapparat und richten ihr Abdomen nach oben, so dass sie von den Männchen auch aus größerer Entfernung rasch gefunden werden.
Die Eiablage der befruchteten Weibchen erfolgt in der Regel an feuchten Bodenstellen (in Gras oder unter Moos) kurz nach der Paarung. Innerhalb von 3 Tagen legt ein Weibchen 50 bis 100 blassgelbe Eier von ca. 1 mm Durchmesser ab. Die Eier können gelblich leuchten. Ist die Eiablage erfolgt, sterben die Weibchen.
Nach 2 bis 7 Wochen (abhängig von der Umgebungstemperatur) schlüpfen die Larven, die den erwachsenen weiblichen Käfern sehr ähnlich sehen, jedoch im Gegensatz zu ihnen auf jedem ihrer 12 Segmente einen Leuchtfleck haben, während die Oberseite der erwachsenen Weibchen komplett schwarz ist.
Die nachtaktiven Larven ernähren sich räuberisch von der Jagd auf Schnecken, die bis zu 200 mal schwerer sein können, als die Larven selbst, und leben meistens versteckt unter Steinen, Laubhaufen, Holzstößen oder Mulm. Haben die Larven eine Schnecke entdeckt, verpassen sie ihr mehrere Bisse und Stiche, wobei sie eine braune, toxische Flüssigkeit in den Schneckenkörper injizieren. Die Larven müssen hierbei sehr geschickt vorgehen, um nicht am Schneckenschleim haften zu bleiben. Die Schnecke wird durch das Gift betäubt und gelähmt. An den Einstichstellen löst sich ein Teil der Schneckensubstanz zu einer braunen Brühe auf, die von den Käferlarven verzehrt wird. Die von den Larven angefressenen Schnecken überleben fast immer, und kriechen bei nachlassender Wirkung des Gifts weiter.
Im Verlauf ihrer Entwicklung häuten sich die Larven des Großen Leuchtkäfers 4 bis 5 mal. Sie überwintern in geschützten Verstecken. Sobald sie keine Nahrung mehr finden, fallen sie in einen Winterschlaf. Im Frühjahr erwachen sie, verpuppen sich, und schlüpfen im Juni oder Juli als erwachsene Käfer.

Lampyris (Lampyris) noctiluca
Deutsche NamenGroßer Leuchtkäfer, Großes Glühwürmchen, Glühwürmchen, Großes Johanniswürmchen
Englische NamenCommon glow-worm, Glow worm, Common glowworm, Firefly, Glow-worm
NiederländischGlimworm
Dänische NamenSankthansorm
Finnische NamenKiiltomato
Schwedische NamenStor lysmask
Französische NamenVer luisant noctiluque
AutorCarl von Linné (Carl Nilsson Linnæus), 1767
Vorkommen
Kontinente:

Eurasien
Europa
Nord-Europa (Britische Inseln (Vereinigtes Königreich (Großbritanien (England (Mittelland (Östlisches Mittelland (Leicestershire Grafschaft)), Nord-England (Nordwest-England (Cheshire Grafschaft)))))), Deutschland (West-Deutschland (Nordrhein-Westfalen)), Skandinavien (Norwegen, Schweden, Dänemark), Fennoskandinavien (Finland), Baltische Region (Baltische Staaten (Estland))), West-Europa (Österreich, Frankreich, Schweiz, Beneluxländer (Belgien, Niederlande, Luxemburg)), Süd-Europa (Italien, Iberische Halbinsel (Spanien)), Mitteleuropa (Polen, Tschechien (Mähren, Böhmen), Slowakei), Süd-Ost-Europa (Bulgarien, Jugoslawien (Kroatien))
Asien
Ferner Osten (Ost-Asien (Mongolei, Korea (Südkorea))), Nord-Asien
Amerika
Nordamerika
USA


Ecoregionen: Paläarktis

LänderÖsterreich, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finland, Frankreich, Italien, Kroatien, Luxemburg, Mongolei, Niederlande, Norwegen, Polen, Südkorea, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Tschechien, USA, Vereinigtes Königreich
Links und ReferenzenLampyris noctiluca in faunaeur.org
Lampyris noctiluca in dyntaxa.se
Lampyris noctiluca in Wikipedia (Englisch)

Beschreibung der Bilder / Fotos
Fotografie mit folgenden Digitalkameras
Nikon D3x, Nikon D300, Canon 50D
Bildbearbeitung mit Photoshop
1. Großer Leuchtkäfer - Lampyris noctiluca
2. Lampyris noctiluca
3. Große Leuchtkäfer - Rückansicht
4. Lampyris noctiluca - Bauchansicht
5. Großer Leuchtkäfer - Weibchen
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Larve - Nahrung - Große - Bilder - Aussehen - Deutschland - Eier - Weibchen
Quellen, Links und weitere Informationen
Großer Leuchtkäfer in Wikipedia
Taxonomie
KlasseInsecta
Insekten, Kerbtiere, Kerfe, Freikiefler
UnterklassePterygota
Fluginsekten
TeilklasseNeoptera
Neuflügler
ÜberordnungHolometabola
Holometabolen Insekten
OrdnungColeoptera
Käfer
UnterordnungPolyphaga
TeilordnungElateriformia
ÜberfamilieElateroidea
FamilieLampyridae
Leuchtkäfer, Glühwürmchen, Johanniskäfer
UnterfamilieLampyrinae
TribusLampyrini
GattungLampyris
UntergattungLampyris
Artnoctiluca
Lampyris noctiluca
AutorLinnaeus, 1767
 
Synonyme
Cantharis noctiluca
Cantharis noetiluea
citation needed]
Lampyris bellieri
Lampyris carreti
Lampyris cincta
Lampyris longipennis
Lampyris minor
Lampyris obscurella
Lampyris parvicollis
Lampyris sibirica
Lampyris submucronata
Lampyris thoracica
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