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Europäische Maulwurfsgrille
Die Europäische Maulwurfsgrille (Gryllotalpa gryllotalpa), engl. : European mole cricket, wird auch Gemeine Maulwurfsgrille oder Werre genannt, und ist eine Spezies in der Ordnung der Geradflügler (Orthoptera), der Unterordnung Langfühlerschrecken (Ensifera), der Überfamilie Grillen (Grylloidea) und in der Familie der Maulwurfsgrillen (Gryllotalpidae), wo sie zur Gattung Gryllotalpa zählt. Ein wissenschaftliches Synonym für die Europäische Maulwurfsgrille ist Gryllotalpa vulgaris.

Die Spezies kommt in Europa, Nordafrika, Südafrika und im westlichen Asien vor. Sie ist auch im Osten der USA anzutreffen, wohin sie durch Einschleppung gelangte. In Mitteleuropa ist sie die einzige Art aus der Familie der Maulwurfsgrillen.

Europäische Maulwurfsgrille
Europäische Maulwurfsgrille
Die Europäische Maulwurfsgrille ist in Deutschland und Europa stark gefährdet. In vielen Gebieten ist sie fast völlig ausgerottet, da sie als Schädling an Kulturpflanzen erhebliche Schäden verursacht, und deshalb vielerorts unbarmherzig verfolgt wird. In der Roten Liste Deutschland steht die Spezies seit 2002 auf der Vorwarnliste (Stufe 5).
Gryllotalpa gryllotalpa
Gryllotalpa gryllotalpa
Erwachsene Exemplare von Gryllotalpa gryllotalpa erreichen Körperlängen von 35 bis 60 mm, wobei die Weibchen (40 bis 56 mm) größer als die Männchen (35 bis 50 mm) sind. Die Europäische Maulwurfsgrille ist eines der beeindruckendsten und ungewöhnlich aussehendsten Insekten. Ihr Körper ist gelblichbraun, rötlichbraun, braun, dunkelbraun und schwarz gefärbt, und hat eine feine helle Behaarung. Die Fühler sind etwa halb so lang wie der Halsschild.
Nur erwachsene Europäische Maulwurfsgrillen besitzen Flügel. Das vordere Flügelpaar ist relativ kurz und gelblich getönt. Ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung männlicher und weiblicher Exemplare bildet ein zum Kopf hin offener Zwischenraum zweier Flügeladern im Zentrum jedes Vorderflügels. Die Form dieser Zeichnung erinnert eine Stimmgabel, und kommt nur bei den Männchen vor.

Die gleichfarbigen Hinterflügel sind voll ausgebildet und haben spitz zulaufende Fortsätze, die kurz vor dem drittletzten Hinterleibssegment enden. Im Flug wirkt die Europäische Maulwurfsgrille unbeholfen und ziellos. Sie fliegt nur nachts kurze Strecken.
Die Beine sind (im Gegensatz zu anderen Grillenarten) nicht zum Springen geeignet. Das vordere Beinpaar besteht aus sehr breiten und kräftigen Grabbeinen, da sich Maulwurfsgrillen vorwiegend unterirdisch fortbewegen.

Am Hinterleibsende befinden sich zwei lange dornartige Anhängsel (Cerci) die sehr biegsam sind. Der bei anderen Grillen übliche röhrenartige Legeapparat (Ovipositor) fehlt bei den Weibchen der Europäischen Maulwurfsgrille.
Gryllotalpa gryllotalpa hat eine Lebenserwartung von etwa einem Jahr. Sie lebt bevorzugt in Biotopen mit lockeren, feuchten, sandigen bzw. lehmigen Böden und niedrigem Grasbewuchs. Die Europäische Maulwurfsgrille kommt auch an Gewässerrändern und in Gärten vor.

Neben Würmern, Schnecken, Asseln und Insektenlarven (Engerlinge, Drahtwürmer) ernährt sie sich vor allem von Pflanzenwurzeln. Die hieraus erwachsenden Schäden an Kulturpflanzen haben zu einer intensiven Bekämpfung, und damit verbunden zu einem drastischen Rückgang der Spezies geführt.
Alle Maulwurfsgrillen leben in lockeren Böden, in denen sie sich ein System von Gängen graben, das bis zu einem Meter Tiefe hinabreichen kann. Die Mehrzahl der Gänge liegt einige Zentimeter unter der Oberfläche und ist etwa fingerdick. Nachts kommen die Maulwurfsgrillen an die Oberfläche, um dort Nahrung zu suchen.

Die Paarung der Maulwurfsgrillen erfolgt im Mai und Juni. Sie wird durch einen Gesang der Männchen eingeleitet, die sich hierzu in einer besonderen Höhle ihres Gängesystems befinden. Der Hohlraum wirkt sich auf den Klang, den die Männchen durch Stridulation erzeugen, wie ein Verstärker aus.
Nach der Paarung legen die befruchteten Weibchen jeweils 200 bis 500 Eier in mehreren Erdhöhlen ab, und bewacht sie. 8 bis 10 Tage später schlüpfen die Larven (Nymphen), die in ihrem Aussehen an Ameisen erinnern.

Rund um jedes Brutnest (im Umkreis von etwa 25 cm) werden sämtliche Pflanzenwurzeln weggefressen. Auf Rasenflächen erkennt man später esstellergroße braune Flecken. Die Nymphen überwintern in der Erde. Sie sind nach 24 bis 30 Monaten, in denen sie sich 10 mal häuten, ausgewachsen.

Gryllotalpa gryllotalpa
Deutsche NamenMaulwurfsgrille, Werre, Europäische Maulwurfsgrille, Gemeine Maulwurfsgrille, G´schwer, Halbteufel, Zwergel
Englische NamenEuropean mole cricket, Mole cricket, European Mole-cricket
NiederländischVeenmol, Krekelmol
Dänische NamenJordkrebs
Finnische NamenMaamyyräsirkka
Schwedische NamenMullvadssyrsa
Französische NamenCourtilière commune, Courtilière, Taupe-Grillon, Perce-chaussée, Taupette, Avant-taupe, Ecrevisse de terre, Loup de terre, Courtili`ere commune, La Courtilière commune
AutorCarl von Linné (Carl Nilsson Linnæus), 1758
EcozoneLandbewohnend (Terrestrisch)
Vorkommen
Kontinente:

Eurasien
Europa
Nord-Europa (Britische Inseln (Vereinigtes Königreich (Großbritanien)), Deutschland, Skandinavien (Norwegen, Schweden, Dänemark), Fennoskandinavien (Finland), Baltische Region (Baltische Staaten (Estland, Litauen))), West-Europa (Österreich, Frankreich (Süd-Frankreich (Bouches-Du-Rhone)), Schweiz, Beneluxländer (Belgien, Niederlande, Luxemburg)), Süd-Europa (Italien (Sardinien, Norditalien, Süditalien), Iberische Halbinsel (Spanien, Portugal)), Mitteleuropa (Ungarn, Tschechien (Mähren, Böhmen), Slowakei), Süd-Ost-Europa (Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Jugoslawien (Kroatien, Serbien und Montenegro (Serbien, Montenegro), Mazedonien)), Ost-Europa (Ukaine)
Asien
Ferner Osten (Ost-Asien (China), Süd-Ost-Asien (Malaysia)), West-Asien (Naher Osten (Türkei, Zypern, Israel, Syrien, Iran, Libanon, Saudi Arabien)), Süd-Asien (Afghanistan), Zenralasien (Türkistan (Kasachstan))
Russland
Europäische Region Russlands (Mittel-Europäisches Russland, Ost-Europäisches Russland)
Afrika
Nord-Afrika
Algerien, Tunesien
Ost-Afrika
Inseln im Indischen Ozean (Réunion)
Amerika
Nordamerika
Mexiko, USA (Florida, New Jersey, New York)


Fossilien:

Känozoikum
Paläogen
Oligozän (Oberes Oligozän)


Vorkommen durch Synonyme:
Gryllotalpa vulgaris   Montenegro
LänderÖsterreich, Afghanistan, Algerien, Belgien, Bulgarien, China, Dänemark, Deutschland, Estland, Finland, Frankreich, Griechenland, Iran, Israel, Italien, Kasachstan, Kroatien, Libanon, Litauen, Luxemburg, Malaysia, Mazedonien, Mexiko, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Portugal, Rumänien, Russland, Saudi Arabien, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Spanien, Syrien, Türkei, Tschechien, Tunesien, USA, Ukaine, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern
Links und ReferenzenGryllotalpa gryllotalpa in faunaeur.org
Gryllotalpa gryllotalpa in itis.gov
Gryllotalpa gryllotalpa in dyntaxa.se
Gryllotalpa gryllotalpa in dyntaxa.se
Gryllotalpa gryllotalpa in Wikipedia (Englisch)

Beschreibung der Bilder / Fotos
Fotografie mit folgenden Digitalkameras
Nikon D3x, Nikon D300, Canon 50D
Bildbearbeitung mit Photoshop
1. Europäische Maulwurfsgrille
2. Gryllotalpa gryllotalpa
Schnellsuche: Maulwurfsgrille - Bekämpfung - Gryllotalpa - Bilder - Maulwurfsgrillen - Männchen
Larve - Unterschied - Weibchen - Deutschland - Lange - Gemeine - Gesang - Leben
Taxonomie
KlasseInsecta
Insekten, Kerbtiere, Kerfe, Freikiefler
UnterklassePterygota
Fluginsekten
TeilklasseNeoptera
Neuflügler
ÜberordnungPolyneoptera
OrdnungOrthoptera
Heuschrecken, Springschrecken, Geradflügler, Kaukerfe
UnterordnungEnsifera
Langfühlerschrecken, Heuschrecken
TeilordnungGryllidea
ÜberfamilieGrylloidea
Grillen
FamilieGryllotalpidae
Maulwurfsgrillen
UnterfamilieGryllotalpinae
TribusGryllotalpini
GattungGryllotalpa
Artgryllotalpa
Gryllotalpa gryllotalpa
AutorLinnaeus, 1758
 
Synonyme
Acheta gryllotalpa
Gryllotalpa gryllus
Gryllotalpa vulgaris
Gryllus gryllotalpa
Gryllus talpa
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