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Honig
Honig ist ein Lebensmittel mit ungefähr 200 verschiedenen Inhaltsstoffen. Er wird von Honigbienen produziert, die ihn für die Eigenversorgung aus Nektar oder Honigtau herstellen. Je nach Sorte ist die Zusammensetzung von Honig sehr variabel. Er tritt flüssig oder kristallin auf.

Seine Nutzung durch den Menschen geht bis auf die Steinzeit zurück. Mit der Gewinnung von Zucker aus Zuckerrüben oder Zuckerohr ist die Bedeutung von Honig als Süßungsmittel weit zurückgegangen. Honig wird heute vor allem als Brotaufstrich geschätzt. Keimfrei gemacht, wird Honig neuerdings auch in der Medizin (Wundtherapie) eingesetzt.

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen von Honig zählen: Fruchtzucker, Traubenzucker, Wasser, andere Zuckerarten, Pollen, Mineralstoffe, Eiweiße, Enzyme, Aminosäuren, Vitamine sowie Farb- und Aromastoffe. In Deutschland unterliegt Honig dem Lebensmittelgesetz.

Man unterscheidet zwischen Blütenhonig (aus dem Nektar von Pflanzenblüten) und Honigtauhonig (aus den Ausscheidungen pflanzensaugender Insekten, Teilen lebender Pflanzen oder deren Absonderungen).

Beispiele für Blütenhonige sind: Rapshonig, Akazienhonig, Löwenzahnhonig, Sonnenblumenhonig, Heidehonig, Kleehonig, Kastanienhonig und Lindenhonig. Aus Honigtau hergestellt sind: Waldhonig, Tannenhonig und Blatthonig.

Nach der Art seiner Gewinnung teilt man Honig ein in: Schleuderhonig, Scheibenhonig, Wabenhonig, Seimhonig, Tropfhonig, Presshonig und Stampfhonig.

Honig kann Risiken für den Menschen in sich bergen. Bei Säuglingen können im Honig überlebende Bakterien Lähmungserscheinungen (Botulismus) auslösen. Auch kann im Honig befindlicher Pollen bei Pollenallergikern zu allergischen Reaktionen führen.

Pollen
Pollen oder Blütenstaub ist eine mehlige Masse, die von Samenpflanzen gebildet wird. Pollen besteht aus einzelnen Pollenkörnern (Mikrosporen). Die Körner besitzen eine resistente Wand (Sporoderm). Das Sporoderm hat einen inneren (Intine) und einen äußeren (Exine) Aufbau.

Die Zelle ist von der Intine vollständig ummantelt. Die Außenschicht der Intine hat einen hohen Pektingehalt, was die Loslösung von der Exine wesentlich erleichtert. Die innere Intine besteht hauptsächlich aus Fibrillen (Zellulose). Wenn das Pollenkorn auskeimt, erweitert sich die Intine zum Pollenschlauch.

Die Exine ist zweischichtig aufgebaut und besteht hauptsächlich aus Sporopollenein. Ihre Struktur wird vom Pollenkorn gesteuert. Pollenkörner variieren in Größe, Form und Oberflächenstruktur, so dass eine Bestimmung von Art und Gattung an ihnen vorgenommen werden kann. Pollenkörner erreichen im Durchschnitt Größen zwischen 10 und 100 Mikrometern. An ihnen befinden sich eine oder mehrere Keimöffnungen (Aperturen), an denen die Außenschicht der Exine fehlt und durch die die Intine als Pollenschlauch hindurchwachsen kann.

Pollenkörner werden meistens einzeln (Monaden) ausgebreitet, können aber auch als Zweier- oder Vierergruppen (Dyaden bzw. Tetraden) in die Luft abgegeben werden. Pollenkitt ist in der Lage, Pollenkörner zu Gruppen zusammenzuhalten. Dies kann auch durch klebrige Fäden aus Sporopollenin, Zellulose oder Proteinen geschehen. Je 4 Pollenkörner zugleich werden in Pollensäcken von Pollenmutterzellen gebildet. Die Pollensäcke liegen in den Antheren der Staubblätter. Die innerste Schicht der Antherenwand bildet die Exine und ernährt die Pollenkörner. Pollen wird von Wind, Wasser oder Lebewesen verbreitet. Dabei kommt es auch zur Übertragung auf andere Blüten (Bestäubung).

Für viele Menschen ist der vom Wind verfrachtete Pollen problematisch, da die Pollenkörner allergische Reaktionen auslösen können. Symptome sind: Rötung der Augen und verstärkter Tränenfluss, Niesen und Schnupfen (Allergische Rhinitis bzw. Heuschnupfen). Da auf dem Lande die Pollenkonzentration in der Luft morgens am stärksten ist (in der Stadt abends), ist es empfehlenswert, Wohnungen im ländlichen Raum zwischen 19. 00 Uhr und 24. 00 Uhr, Stadtwohnungen hingegen zwischen 06. 00 Uhr und 08. 00 Uhr zu lüften.

Pollen wird für die Nahrungsergänzung genutzt. Er schmeckt süßlich und hat einen starken Gehalt an Eiweißen mit Enzymfunktion, Vitamin B und beinhaltet über 20 Aminosäuren. Lindernde Wirkung wird Pollen bei Verdauungsproblemen, Haarausfall, Potenzschwäche, Erkrankungen des Nervensystems sowie bei Heuschnupfen zugeschrieben.

Wegen seiner Dauerhaftigkeit ist der Pollen ein wichtiges Hilfsmittel zur Klärung von Umweltfragen der Vergangenheit. Auch die Herkunft von Honig lässt sich mit Hilfe des Pollenanteils bestimmen.
Propolis
Propolis ist ein Gemisch unterschiedlicher Stoffe, das hauptsächlich an Öffnungen, Spalten und Ritzen von Bienenstöcken vorkommt. Andere Bezeichnungen sind Bienenharz, Bienenkitt oder Bienenleim.

Der Grundstoff von Propolis ist Naturharz und wird von Honigbienen an Knospen oder verletzten Stellen verschiedener Bäume gesammelt, verarbeitet und angereichert.

Da Bienen bei einer Temperatur etwa 35 Grad Celsius im Bienenstock zusammenleben, herrschen dort gute Bedingungen für die Ausbreitung von Krankheiten. Propolis ist ein plastisches Baumaterial und wird daher zur Abdichtung auch kleinster Öffnungen des Bienenstocks wie auch zur Versiegelung von Oberflächen verwendet. Da Propolis aufgrund seiner Zusammensetzung stark antibiotisch und antimykotisch wirkt, tötet es eingeschleppte Pilze und Mikroorganismen ab.

Propolis hat für den Menschen vor allem medizinische Bedeutung. Eingesetzt wird es allerdingst erst nach vorausgegangener Reinigung und Aufbereitung. Propolislösungen unterliegen dem Arzneimittelrecht.

Anwendungsgebiete für Propolis sind u. a. folgende: Behandlung von Entzündungen des Mundraums, Krebstherapie, Wundbehandlung, Aknetherapie, Sonnenbrand, Zahnhygiene, Schmerzlinderung bei Aphten und Stärkung der Immunabwehr. Bei einigen Haustieren wird es zur präventiven Wurmbekämpfung eingesetzt.

Ein Risiko besteht für Menschen, die allergisch auf Propolis oder Bienenprodukte reagieren. Auch wenn in den meisten Fällen nur Hautreizungen und Bläschenbildungen beobachtet werden, kann das Eintreten lebensbedrohlicher Zustände nicht ausgeschlossen werden.
Gelée Royale
Als Gelée Royale bezeichnet man einen Saft (Kopfdrüsensekret), mit dem Honigbienen ihre Königinnen aufziehen. Er wird auch Weiselfuttersaft genannt. Mit ihm wird die gesamte Brut eines Bienenstocks während der ersten drei Larvenstadien gefüttert, danach erhält die Larve der Arbeiterin vermehrt Honig oder Pollen, während die Larve der Königin das Gelée Royale bis zum Schluss erhält. Gelée Royale enthält z. B. Kohlenhydrate, Eiweiß, B-Vitamine und Spurenelemente.

Die Gewinnung von Gelée Royale erfolgt in spezialisierten Imkereien in einem mehr oder weniger aufwendigen Verfahren. Das in Deutschland verkaufte Gelée Royale kommt zum großen Teil aus China. Da bei dem Verfahren die Königin entfernt und das Bienenvolk einer extremen Stresssituation ausgesetzt wird, findet die Produktion von Gelée Royale in Deutschland wenig Zustimmung.

Gelée Royale findet neben Propolis als Rohstoff für Pharmaka Verwendung. Es wird aber auch pur konsumiert und gilt rechtlich als Lebensmittel. Gelée Royale kann – auch weiterverarbeitet - bei Menschen zu allergischen Reaktionen führen.
Bienenwachs
Bienenwachs (Cera Flava) wird von Bienen aus Wachsdrüsen abgesondert. Es dient ihnen zum Aufbau von Bienenwaben. Das Wachs ist ursprünglich weiß, verfärbt sich später im Kontakt mit Pollenöl (aus Blütenpollen) gelblich und kommt nach vorheriger Aufbereitung wieder als weißes Wachs in den Handel.

In der wachsverarbeitenden Industrie wird heute meistens Kunstwachs anstelle von Bienenwachs verwendet. Der größte Verbraucher von Bienenwachs sind die Pharma-Industrie und die Hersteller von Kosmetika. In der Kerzenproduktion und für die Herstellung bestimmter Süßwaren werden ebenfalls große Mengen an Wachs verarbeitet. Auch in der Medizin findet Bienenwachs bei der Therapie von Husten, Erkältungen, Muskel- und Gelenkschmerzen (Wärmepackungen) Anwendung.

In der Imkerei findet die Verwendung von Wachs im sogenannten Wachskreislauf statt. Dabei wird aus hygienischen Gründen überaltertes Wachs (durch Verunreinigungen dunkel gefärbt) entnommen, durch Hitze und Wasserdampf eingeschmolzen und gereinigt. Das so gewonnene weiße Wachs wird den Bienenstöcken wieder zugeführt.

Arten477
Deutsche NamenHonigbienen
Englische NamenHoney bees
NiederländischHoningbijen
Schwedische NamenHonungsbin
AutorCarl von Linné (Carl Nilsson Linnæus), 1758
Vorkommen
Artenlisten

Kontinente:

Eurasien
Amerika
Afrika
Ozeanien


Ecoregionen:

Paläarktis
Nearktis


Fossilien:

Känozoikum


Länder
Artenlisten
Ägypten, Österreich, Afghanistan, Albanien, Algerien, Andorra, Angola, Argentinien, Armenien, Australien, Bahamas, Bangladesch, Belgien, Belize, Benin, Bhutan, Bolivien, Botswana, Brasilien, Brunei, Bulgarien, Burkina Faso, Burundi, Chile, China, Costa Rica, Dänemark, Demokratische Republik Kongo, Deutschland, Dominica, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Elfenbeinküste, Eritrea, Estland, Ethiopien, Fidschi, Finland, Frankreich, Gabun, Gambia, Georgia, Ghana, Griechenland, Guatemala, Guyana, Haiti, Honduras, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Irland, Israel, Italien, Jamaika, Japan, Jemen, Jordanien, Königreich Lesotho, Königreich Swasiland, Kambodscha, Kamerun, Kanada, Kap Verde, Kenia, Kolumbien, Komoren, Kroatien, Kuba, Laos, Libanon, Liberien, Luxemburg, Lybien, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Mali, Malta, Marokko, Mazedonien, Mexiko, Mikronesien, Montenegro, Mosambik, Myanmar, Namibia, Nepal, Neuseeland, Niederlande, Nigeria, Nikaragua, Nordkorea, Norwegen, Oman, Pakistan, Panama, Papua Neuguinea, Paraguay, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Ruanda, Rumänien, Russland, Südkorea, Salomonen, Sambia, Saudi Arabien, Schweden, Schweiz, Senegal, Serbien, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Singapur, Slowakei, Slowenien, Somalia, Spanien, Sri Lanka, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Sudan, Suriname, Syrien, Türkei, Tadschikistan, Taiwan, Tansania, Thailand, Togo, Trinidad und Tobago, Tschad, Tschechien, Tunesien, USA, Uganda, Ukaine, Uruguay, Usbekistan, Venezuela, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigtes Königreich, Vietnam, Weißrussland, Zentralafrikanische Republik, Zypern
Links und ReferenzenApis in faunaeur.org
Apis in itis.gov
Apis in Wikipedia (Englisch)

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Bienenwachs - Bienen - Pollen - Royale - Wachs - Heuschnupfen - Allergien - Botulismus
Quellen, Links und weitere Informationen
Propolis bei Wikipedia
Honig bei Wikipedia
Pollen bei Wikipedia
Bienenwachs bei Wikipedia
Gelée Royale bei Wikipedia
Taxonomie
KlasseInsecta
Insekten, Kerbtiere, Kerfe, Freikiefler
UnterklassePterygota
Fluginsekten
TeilklasseNeoptera
Neuflügler
ÜberordnungHolometabola
Holometabolen Insekten
OrdnungHymenoptera
Hautflügler
UnterordnungApocrita
Schnürwespen, Legwespen, Stechwespen, Stechimmen, Taillenwespen, Wehrimmen
TeilordnungAculeata
Stechimmen, Wehrimmen
ÜberfamilieApoidea
Blumenwespen, Bienen, Grabwespen
GruppeApiformes
Bienen
FamilieApidae
Bienen, Echte Bienen
UnterfamilieApinae
Echte Bienen, Honigbienenartige
ÜbertribusApiti
TribusApini
GattungApis
Honigbienen
AutorLinnaeus, 1758
 
Synonyme
Apiarus (Rafinesque, 1815)
Apicula (Rafinesque, 1814)
Megapis (Ashmead, 1904)
Micrapis (Ashmead, 1904)
Sigmatapis (Maa, 1953)
 
Englische Bezeichnung
Honey bees
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Schlagworte
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